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Thema: We don't care if we go down.
Rhys Gallagher

Antworten: 3
Hits: 2707

17.10.2013 21:28 Forum: » the past

Er saß also da und rauchte. Nichts ungewöhnliches. Es wäre eher komisch gewesen, wenn er nicht geraucht hätte. Rhys war sich bewusst, dass er abhängig von den kleinen Glimmstängeln war. Er wusste, dass er viel zu viel Geld für Zigaretten ausgab. Illegalerweiße. Aber er sah alt genug aus, sodass ihn Fremde meistens in Frieden ließen. Nur die verdammte Schule nicht. Und seine Eltern. Er hörte wie hinter sich die Terassentür aufging. Da er nicht sofort einen Wortschwall an den Kopf geschmettert bekam, ging er davon aus, dass es Faye war, die sich zu ihm gesellte. Er drehte sich zu ihr um und nickte ihr zu. Er hatte schon die Hand in seiner Hosentasche gehabt, um ihr Feuer zu geben, aber seine Schwester - Halbschwester! - hatte ihre Zigarette schon selbst angezündet. "Als ob nicht jeder Tag hier beschissen wäre...", grummelte er nur. Sie selbst sah auch nicht gerade wie der strahlende Sonnenschein aus. Anders als das gelbe Scheißteil, dass da am Himmel stand und in den Augen wehtat, wenn man nicht ganz cool war und 24/7 eine Sonnenbrille trug. Aber es war kein Wunder. Faye war ebenso wenig glücklich hier wie er. "Bei dir?", fragte er also. Es war nicht seine Art, das hier. Zu fragen wie es der anderen Person ging. Aber es war Faye und mittlerweile war sie wohl die wichtigste Bezugsperson in seinem Leben. Verdammt, sie wäre doch ganz allein wenn er abhauen würde... Abgesehen davon, dass sie älter als er war, er fühlte sich oft verantwortlich für sie, als wäre er der große Bruder. Und wenn man ihre Körpergröße verglich war er eindeutig der Große. Oh ja. Immerhin war er mehr als 20cm größer, konnte ihr also ganz einfach auf den Kopf spucken. Oder seine Asche dort abschütteln. Und wenn er wirklich assozial drauf war, machte er das sogar. Und Faye wäre kein Mädchen, wenn sie sich darüber nicht aufregen würde. Er fand es einfach nur witzig, sie nicht so. Nun ja, das würde heute auf jeden Fall kein Streitpunkt werden. Hell no, heute war ein Tag zum Blues schieben.

"Warum scheint die verfickte Sonne eigentlich jeden Scheißtag?", fragte er plötzlich leicht wütend. Das passierte ihm öfter. Dass er wütend wurde. Auf Dinge, die er eh nicht beeinflussen konnte. Rhys fuhr sich genervt durch die Haare. "Schlimmer kann's in diesem Shithole doch echt nicht mehr werden, oder?" Er sah sich um. Wie er alles hier hasste. Nichtmal sein Zimmer, dass er ganz 'nach seinen Wünschen gestalten' durfte gefiel ihm. Es war eine Box, die ihn einsperrte. Eine stickige, mit Hitz gefüllte Box, die ihn jeden Morgen - oder Mittag - wenn er aufwachte, daran erinnerte dass er nicht da war wo er sein wollte. Und dass er hier noch weniger Chancen auf eine Zukunft hatte, die ihm etwas bringen würde als in Irland. Nicht, dass er dort Anwalt oder Arzt geworden wäre. Fuck, no. Niemals. Wahrscheinlich nichtmal Putzmann in einem Hotel. Aber er hatte sich ausgekannt und er hätte sich irgendwie Geld beschaffen können. Scheiße, seine Gedanken schweiften schon wieder ab. Was war heute eigentlich los? Warum war er so kack-sentimental?

"Lass uns was machen. Irgendwas, das nicht scheiße ist. Lass uns ein Auto nehmen und fahren, raus aus diesem Ort. Ich brauch verdammten frischen Wind, Mann." Er sah sie von der Seite an. "Ich hab kein Bock mehr auf diesen verfickten, perfekten Garten." Rhys klammerte sich an seiner Zigarette fest. Wenn sie nein sagen würde, musste er wohl oder übel allein gehen. Aber er wollte etwas mit seiner Schwester machen. Weil sie die Einzige zu sein schien, die es mit ihm länger als drei Minuten aushielt. "Verdammt, ich will Spaß haben und nicht jeden Tag hier sitzen und Blues schieben als wär ich irgendein Arschloch, das kein Leben hat."

Thema: We don't care if we go down.
Rhys Gallagher

Antworten: 3
Hits: 2707

We don't care if we go down. 19.09.2013 23:09 Forum: » the past

HANDS IN THE AIR LIKE WE DON'T CARE #

FAYE & RHYS GALLAGHER # JUNE 14TH, 2013 # AROUND 7PM # GALLAGHER'S TERRASSE

Fuck, er wäre zu gerne immer noch in Irland. Und wenn er die Möglichkeit hätte, wieder dorthin zu gehen, würde er vielleicht sogar noch einen Versuch starten, dieses Schuljahr irgendwie so abzuschließen, dass er eine Chance haben würde. Oder auch nicht? Denn wenn er wieder zurück dürfte, dann wäre es ja egal, was hier passierte. Aber vorerst konnte Rhys nicht alleine wieder über den großen Teich in seine Heimat fliegen, zurück zu seinem Bro, zurück zur Gewohnheit, zu dem guten Gefühl, dass sie hatten, wenn sie nachts durch die Straßen gelaufen war. Unbesiegbar und frei und stärker als die ganze Welt. Aber er war hier, verdammt. Er war in diesem Drecksloch und er wollte hier raus, aber er konnte nicht, denn er wusste genau, dass seine Eltern ihn zurück holen lassen würde, sobald sie es herausfanden. Wenn er länger als ein paar Tage nicht mehr auf seinem Handy erreichbar war, würden sie sofort wissen, dass er wieder nach Irland geflogen war. Und warum auch immer, wollten sie ihn nicht wieder dorthin lassen. Behandelten wie ein kleines Kind, als ob er nicht alt genug wäre. Erwachsen genug war er allemal. Wütend zog er an seiner Zigarette, die er sich hier draußen angesteckt hatte, nachdem er aus dem Wohnzimmer stürmte und seine Mutter sich ins Auto gesetzt hatte und davon gefahren war. Wieder Streit, wegen dieser verfickten Kunstschule, die wahrscheinlich das schlimmste an dem Ganzen hier war. Er war zur Direktorin gerufen worden. Er hatte Probleme. Da er kaum da war und nie seine Arbeit machte, würde er das Schuljahr nicht bestehen. Wenn er aber noch eine Chance wollte, würden sie ihm diese geben. Er könnte in den Ferien die Abschlussprüfungen für das Sophomore-Jahr nachholen und dann nächstes Jahr weitermachen. Jedoch musste er dafür lernen, er musste sie nicht nur absolvieren, sondern auch bestehen, also mehr als 70% richtig haben, sonst würde das nichts werden. Pfff. Als ob er das machen würde. Und als ob er das jemals hinkriegen würde. Er gab einen Scheiß auf die Schule und ging dort auch nur hin, weil seine Eltern ihn dazu zwangen.

Rhys vermisste Irland. Wie sehr er es vermisste. In Amerika, dem Land der zu fetten, zu ungesunden Menschen, war er nicht zuhause, war er nicht er selbst und fühlste sich nicht wohl. Er vermisste das Grün, das in Irland allgegenwärtig schien und er vermisste den Regen, die grauen Tage, das schlechte Wetter. Diese ewige kalifornische Sonne ging ihm auf den Sack, er hatte keinen Bock mehr darauf. Das konnten sich die Surfer-Boys von ihm aus in den Arsch stecken. Er wollte Gewitter und Stürme, er wollte triefend nass nach Hause kommen in den frühen Morgenstunden, er wollte das dreckige Lachen mit seinem Kumpel teilen und in dessen Keller so laut Musik machen, dass ihnen danach die Ohren dröhnten. In Irland war alles laut und bunt und hier war alles fad, grau, öde. Leer und unbelebt, obwohl die Staaten doch anscheinend das Land der unbegrenzten Möglichkeiten waren. Als ob. Er ließ den Zigarettenstummel fallen und trat ihn aus und zündete sich ohne zu Zögern die nächste an.

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